Schon zu Urzeiten, als die erste Besiedlung unserer Marschen begann, hatten unsere Vorfahren einen steten Kampf mit dem nassen Element auszuführen. Auf primitivste Art suchten sie im Winter auf dem höher gelegenen Geestrücken unserer Nachbarschaft Zuflucht und benutzten die Marschlandgestriche, soweit sie im Sommer hochwasserfrei waren, nur zur Sommerzeit.
Mit der Zeit der Eindeichung begann ein vollkommen neuer Zeitabschnitt. Die Marschländereien blieben dank der großen aufgewandten Mühen frei von Hochwasser, das aus der Elbe her ihr Land bedrohte. Es entstanden die ersten größeren Ansiedlungen in unserer Marsch. Trotzdem gefährdeten die nimmermüde Ebbe und Flut und die Sturmfluten erst recht das von Menschenhand errichtete Bollwerk gegen die Wassersnot. Schon damals musste sich jeder arbeitsfähige Einwohner gegen das Wasser einsetzen und an der Abwehr mitarbeiten, denn die Erhaltung der Deiche war und ist eine Lebensfrage für das Niederelbegebiet.
Auf den nachfolgenden Seiten können Sie einige interessante Informationen zu der Geschichte der Deiche finden.